Auf großes Interesse stieß das öffentliche Training mit dem Bundestrainer.

Von : Fritz Kreyenschmidt

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 Der Großmeister und Bundestrainer Ung Kim Lan (vorne l.) trainiert die Friesoyther Taekwon-Do-Sportler in enger Zusammenarbeit mit den Friesoyther Trainern Sulejman Aliev (r.) und Alexander Anissimow (l.)

 Friesoythe Die Taekwon-Do-Abteilung der Handballspielgemeinschaft (HSG) Friesoythe hat sich längst auf Bundesebene in den Spitzengremien der koreanischen Kampfkunst einen Namen gemacht. Dass man in Expertenkreisen auf die Friesoyther Abteilung aufmerksam geworden ist, wurde hart in vielen Trainingsstunden und Wettkämpfen erarbeitet.

Bei vielen großen Turnieren und Meisterschaften mit internationaler Besetzung in den vergangenen Jahren wie auch jüngst bei den Westdeutschen Meisterschaften in Höxter standen Taekwon-Do-Sportler aus Friesoythe mit ersten, zweiten und dritten Plätzen auf dem Siegertreppchen. Um die „Kaderschmiede“ der koreanischen Kampfkunst weiter zu fördern, besuchte der internationale Meistertrainer und Bundestrainer Ung Kim Lan, der Europa- und Weltmeistertitel gewann und zudem im Besitz des neunten Dan ist, die Taekwon-Do-Abteilung in der Sporthalle am Großen Kamp Ost.

Seit einigen Jahren besucht er seine Friesoyther Freunde, um sein Wissen an die jungen Sportler weiterzugeben. Friesoythes Trainer Suleman Aliev hieß den Trainer aus Dortmund willkommen und stellte ihm die Sportler vor. Er dankte ihm für sein Kommen und brachte seine Freude zum Ausdruck, dass sich der Bundestrainer für sie interessiere, sie beobachte und fördere.

Er erinnerte daran, dass sich die Taekwon-Do-Gruppe 1998 der HSG angeschlossen habe und sich inzwischen zu einer sehr aktiven Sportabteilung entwickelt habe. Ung Kim Lan betonte, dass er gerne nach Friesoythe komme. Das sportliche Niveau sei sehr hoch. Dies sei nicht zuletzt ein Verdienst der Trainer Sulejman Aliev und Alexander Anissimow. Die Taekwon-Do-Kampfkunst lobte er als eine sehr ertüchtigende Sportart, die Körper und Geist gleichermaßen trainiere. Es würden Werte wie Selbstdisziplin, Willensstärke, Respekt und Höflichkeit vermittelt, von denen die Sportler auch im schulischen Bereich profitierten.

Großes Interesse fand dann das öffentliche Training. Viele Zuschauer verfolgten die Trainingseinheit mit zum Teil akrobatisch anmutenden Angriffs- und Verteidigungskonzepten. Mit großer Begeisterung versuchten die Nachwuchskämpfer von sechs bis 16 Jahren es dem großen Vorbild gleich zu tun. Mit viel Spaß und Lob vom Bundestrainer wurde über drei Stunden trainiert.

Danach absolvierten 15 Jugendliche Prüfungen zu ihrer nächst höheren Dan-Klasse. Der Bundestrainer zeigte sich zufrieden. Alle bestanden ihre Prüfung und wurden mit Urkunden vom ihm ausgezeichnet.