HSG Friesoythe unterlaufen zu viele Fehler

Mathis Witte (Nr. 3) von der HSG Friesoythe versucht hier, sich durch die TVD-Abwehr zu spielen, während am Kreis Christian Wilhelm (Nr. 17) auf ein Anspiel wartet. Bild: Olaf Klee

Handball, Landesliga Weser Ems Männer: HSG Friesoythe - TV Dinklage 19:26 (11:13). Eine verdiente Niederlage kassierte der Neuling gegen die vom Ex-Cloppenburger Markus Gabler trainierten und mit Spielmacher Kim Pansing vom TVC personell stark besetzten Gäste aus Dinklage. Dass die Gäste höhere Ziele als die HSG, die den Ligaerhalt zum Ziel hat, anpeilen, machten sie gleich zu Spielbeginn deutlich.

Denn als Friesoythe überhaupt nicht ins Spiel kam, und der Ex-Cloppenburger Arne Frese schon so richtig warm geschossen war, führte Dinklage 9:2 (13.). Dem Fehlerfestival, wie es HSG-Trainer Günter Witte kritisierte, setzte sein Team dann aber allmählich Kampfgeist und Moral entgegen. Bis auf 9:11 verkürzte die HSG, ehe Nils Albers einen von insgesamt drei Siebenmetern, die Friesoyhe ausließ, nicht verwandelte – ein Knackpunkt im Spiel wie das frühe Ausscheiden von Jonas Alberding. Er war unglücklich umgeknickt, so dass der Trainer eine längere Pause befürchtet. Angesichts des ohnehin kleinen Kaders eine weitere Schwächung.

Als nach knappem 11:13-Pausenrückstand kurz danach wie zuvor Albers nun Heiner Robbers erst einen Siebenmeter zum 12:13 verwandelte und danach den nächsten zum Ausgleich ausließ, hatte Dinklage seinen Rhythmus wieder gefunden. Spätestens nach dem 14:16 (38.) war beim kleinen Kader der HSG die Kraft allmählich verbraucht. Der TVD konnte mit seiner kompakten 6:0-Abwehr viel verhindern und zog über 21:15 (45.) endgültig davon in einer, wie der HSG-Trainer sagte, ziemlich zerfahrenen Partie.

HSG: Fründt, Fröhlich - Willmann (3), Witte (1), Robbers (1/1), N. Albers (8/2), Kühn (3), Binder, Kulle (2), Alberdings, Wilhelm (1).

Quelle: NWZ Online

Geschlossenheit und Erfahrung als Basis

Die HSG Friesoythe (hinten, von links): Trainer Günter Witte, Physiotherapeut Anas Almeimi, Jan Kühn, Kevin Laskowski, Hannes Paul, Jonas Alberding, Jan Philipp Willmann, Christoph Deeken (früher Tiedeken) (vorne, von links) Gerrit Binder, Mathis Witte, Nils Fröhlich, Nils Albers, Philip Fründt, Heiner Robbers, Christian Wilhelm Bild: Jürgen Schultjan

Neue Liga mit altbewährtem Kader – was ein wenig despektierlich klingen mag, ist für den Aufsteiger in die Handball-Landesliga, die HSG Friesoythe, überhaupt kein Problem. Denn die Mannschaft von Trainer Günter Witte geht mit großer Vorfreude in das Unternehmen „neue Handball-Liga“ heran und baut auf ihre große mannschaftliche Geschlossenheit und auf Erfahrung.

„Sicher hätten wir uns Verstärkungen gewünscht, vor allem ein Linkshänder täte uns sicher gut. Schließlich können wir da nur Jan Philipp Willmann aufbieten“, sagt Witte, der allerdings in dem nahezu unveränderten Kader – Matthies Ludolph vom MTV Geismar kam gegen Ende der vergangenen Rückrunde zur Mannschaft, Gerrit Binder ist eine Eigengewächs – auch einen Vorteil sieht. Denn das Team ist eingespielt, kennt sich teilweise schon mehrere Jahre, denn 14 Spieler stammen der Jugend, die andere Spieler – Ausnahme Ludolph – gehören auch schon mindestes zwei Jahre zum Kader. So stehen auch die Abgänge mit den Routiniers Jörg Albers und Sven Kulle, der bei der Marine ist und daher wenig trainieren kann, als Spieler der Reserve immer noch für Notfälle bereit. Ferner besitzen die Studenten Daniel Knaus und Johann Harin Zweitspielrechte für die HSG.

In der Vorbereitung legte Witte großen Wert auf die konditionellen Stärken. „In der Landesliga wird ein erheblich höheres Tempo angeschlagen, daran müssen wir uns gewöhnen und gut vorbereitet sein“, sagt Witte, der die erste HVN/BHV-Pokalrunde gerne mitnahm, obwohl mit den Oberligisten TV Cloppenburg und HSG Barnstorf/Diepholz zwei Kracher warteten. „Wir haben uns gut verkauft, sind nicht abgeschossen worden, konnten gegen den dritten Gegner aus der Verbandsliga gewinnen und sind Dritter geworden“, lobte Witte sein Team, das gegen Grüppenbühren/Bookholzberg noch Kraft, Mut und Motivation besaß, diese Partie 18:13 zu gewinnen.

Taktisch gesehen will Witte an der offensiven 3:2:1-Abwehrformation festhalten und auf Gegenstöße und damit leicht erzielbare Tore setzen. Bei Unterzahl, was intensiv geprobt wurde, wird der Torwart gegen einen sechsten Feldspieler getauscht. Das Spiel mit sieben Feldspielern wird der HSG vorerst nicht praktizieren. „Vielleicht einmal im Laufe der Saison, wenn wir uns in der neue Liga gefestigt haben“, sagt Witte. Er geht übrigens davon aus, dass die HG Jever/Schortens wohl freiwillig verzichten wird und erster von drei Regelabsteiger wird, wobei maximal fünf Teams absteigen können.

Abgänge Daniel Knaus (ASV SW Aachen), Johann Harin (TV Wallefeld) – beide Spieler besitzen Zweitspielrecht für die HSG; Jörg Albers (HSG Friesoythe II).

Neuzugang Ludolph Matthies (MTV Geismar), kam Ende der Saison 2016/17; Gerri Binder (HSG Friesoythe, A-Jugend). Der Kader: Tor Philip Fründt, Nils Fröhlich. Feld Jan Phillip Willmann, Mathis Witte, Heiner Robbers, Nils Albers, Jan Kühn, Kevin Laskowski, Gerrit Binder, Christoph Deeken (früher Tiedeken), Ludolph Matthies, Hannes Paul, Joans Alberding, Christian Wilhelm, Heiko Binder, Sven Kulle, Daniel Knaus, Johann Harin. Trainer Günter Witte. Physiotherapeut Anas Almeimi. Saisonziel Klassenerhalt. Meistertipp keine Angaben.

Quelle: NWZ Online

HSG Friesoythe zieht in Handball-Landesliga ein

Großer Jubel bei der HSG Friesoythe nach dem zweiten Sieg in der Relegation, der den Aufstieg in die Handball-Landesliga perfekt machte.

Die HSG Friesoythe ist künftig Handball-Landesligist. Die Schützlinge von Trainer Günter Witte gewannen nach dem 24:23 im Hinspiel auch das Relegations-Rückspiel in eigener Halle gegen die SG SV Friedrichsfehn/TuS Petersfehn.

Mit 31:23 (13:12) fiel der Heimsieg sehr hoch aus. Aber dennoch wurde dem Gastgeber, der eine starke Teamleistung bot, wobei Heiner Robbers den beruflich verhinderten Ludolph Matthies glänzend vertrat, vor knapp 300 Zuschauern nichts geschenkt. Der Auftakt gelang optimal: 6:1 führte die HSG nach neun Minuten. „Im Gegensatz zum Hinspiel haben wir neben ausgezeichneter Abwehrarbeit diesmal auch im Angriff erheblich besser abgeschlossen“, sagte Witte, der allerdings plötzlich bangen musste. Philip Fründt, erneut mit einer herausragenden Torwartvorstellung, hatte sich verletzt. Für ihn ging Nils Fröhlich zwischen die Pfosten, spielte gut, doch nach nur acht Minuten schied er wegen einer hartnäckigen Zerrung aus. So übernahm wieder Fründt, der trotz seiner Verletzung ausgezeichnet durchhielt. Dies alles brachte Unruhe ins HSG-Spiel, so dass die Gäste aus dem 6:10-Rückstand (20.) einen 12:12-Ausgleich machen konnten (29.).

Die HSG fing sich, startete wieder ausgezeichnet und machte aus dem knappen 13:12 zur Pause eine 18:13-Führung (37.). Diesen Abstand verteidigte der Gastgeber gut, obwohl es die SG immer wieder mit Einzelaktionen versuchte, zum Erfolg zu kommen. „Da haben wir sehr kompakt gegengehalten“, sagte Witte, der seinem Team die besseren Spielideen bescheinigte. So war der Erfolg über 20:16 (46.), 25:19 (54.) bis zum 31:23 ungefährdet.

Danach wurde mit den Fans gefeiert, auch mit dem Gegner zusammen ein Bierchen getrunken und eine kleine Schuld eingelöst. In der Hektik des Hinspiels hatte die HSG ein Torwart-Trikot und einen Satz Bälle liegengelassen. Ein Kasten Bier als Dank für die „Nachlieferung“ war natürlich fällig und zeigt, dass bei aller sportlichen Rivalität Fairness und Achtung zählen.

An diesem Dienstag trifft sich der HSG vor der Sommerpause zum letzten Training und einer Besprechung. „Thema: „Handball-Landesliga nun mit der HSG“.

HSG: Philip Fründt, Nils Fröhlich - Jan-Phillip Willmann (3), Heiner Robbers (6), Nils Albers (8/1), Jan Kühn, Kevin Laskowski (1), Steffen Witte (3), Jörg Albers, Sven Kulle, Hannes Paul (2), Jonas Alberding (3/1), Christian Wilhelm (5).

Quelle: NWZ Online

HSG Friesoythe fehlt noch ein Schritt zur Landesliga

Auch dem guten Zusammenspiel von Rückraum-Torjäger Nils Albers (Nr. 5) und Kreisläufer Christian Wilhelm (rechts) kommt für die HSG Friesoythe große Bedeutung zu.

An diesem Samstag gilt es für die Handballer der HSG Friesoythe, die 22 Punktspiele und Platz zwei in der Landesklasse Süd zählen nicht mehr. Ab 18 Uhr in eigener Halle soll nun das Unternehmen „Aufstieg in die Landesliga“ perfekt gemacht werden.

Schritt eins in der Relegation wurde im Hinspiel bei der SG SV Friedrichsfehn/TuS Petersfehn vor einer Woche mit dem 24:23 (11:12)-Sieg gemacht, nun muss nur noch der zweite, endgültige Schritt durch das Tor zur Landesliga erfolgreich vollzogen werden.

„Die Voraussetzungen sind gut, aber noch sind wir nicht durch. Wir spielen auf jeden Fall auf Sieg“, sagt Trainer Günter Witte, der sich auf Rechenspielchen nicht einlassen will. Zwar würde ein Unentschieden oder wegen der Auswärtstore-Regelung eine Niederlage mit einem Tor unter dem Resultat von 23:24 reichen, doch vor allem im Handball kommen solche Denkweisen einem Tanz auf der Rasierklinge gleich.

Gegenüber dem Hinspiel gelte es für den HSG-Trainer, einen Punkt zu verbessern. „Wir müssen unsere Chancen konsequenter nutzen und nicht wieder den gegnerischen Torhüter warmschießen“, sagt Witte, der hofft, dass die starke Abwehrleistung – vor allem gegen den herausragenden Kreisläufer Jonas Schlender und den gefährlichen Rückraumschützen auf der halblinken Position – wiederholt wird. „Sollte uns das gelingen, bin ich, zumal mit unseren Fans im Rücken, zuversichtlich, den Aufstieg perfekt zu machen“, sagt Witte. Gegenüber dem Hinspiel wird sich der Kader kaum ändern, da Mathis Witte weiterhin verletzt ausfällt.

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HSG Friesoythe steht kurz vor Aufstieg

Die HSG Friesoythe behielt im ersten Relegationsspiel die Nerven. Mit 24:23 wurde Gastgeber Friedrichsfehn/Petersfehn bezwungen.

Relegation zur Landesliga: SG SV Friedrichsfehn/TuS Petersfehn - HSG Friesoythe 23:24 (12:11). Ein großer erster Schritt in Richtung Landesliga ist der HSG gelungen. In einem, wie Trainer Günter Witte betonte, jederzeit spannenden und hektischen Spiel setzte sich Friesoythe knapp durch. Am Ende gab die gute Abwehrarbeit um einen starken Philip Fründt im Tor und einem vorgezogen agierenden Nils Albers den Ausschlag.

So gelang es dem Gast vor mehr als 100 Zuschauern, darunter zahlreichen HSG-Fans, den gefürchteten Kreisläufer Jonas Schlender gut im Griff zu haben. Er kam nur zu zwei Feldtoren, allerdings verwandelte er seine neun Siebenmeter, von denen der eine oder andere durchaus umstritten war, sehr sicher.

Nach einem schwächeren Start, als die HSG klare Chancen ausließ und den gegnerischen Torhüter stark machte, fing sich Friesoythe, glich zum 4:4 aus (13.) und hielt das Duell jederzeit offen. Nach der Pause verschaffte sich der Gast zwar einen kleinen Vorteil. Doch die 21:18-Führung (50.) konnten die Hausherren dank dreier Siebenmeter wieder ausgleichen und dann selbst 23:22 in Front gehen (58.). Aber am Ende behielt die HSG die Nerven, führte 24:23 (60.) und blockte den letzten Angriff ab.

HSG: Fründt, Fröhlich - Willmann (3), Robbers, N. Albers (7/3), Kühn, Laskowski (1), Binder, Matthies (5), Kulle, Alberding (4), J. Albers, Harin, Wilhelm (4).

Quelle: NWZ Online