Zwar unterlag die HSG Friesoythe dem TV Dinklage – hier im Angriff mit Mathis Witte (Nr. 3), links Christian Wilhelm –, doch die Zwischenbilanz kann sich sehen lassen.

FRIESOYTHE /HÖLTINGHAUSEN Sie sind beide in die Handball-Landesliga aufgestiegen. Ihr bisheriger Saisonverlauf allerdings gestaltete sich sehr unterschiedlich. Denn während die Männer der HSG Friesoythe dank einer sehr ausgeglichenen Bilanz im Mittelfeld ihrer Liga mit guten Aussichten auf den Klassenerhalt ab der zweiten Januar-Woche in die restliche Spielzeit gehen, haben die Frauen des SV Höltinghausen nach ihrem Auftaktsieg neun Niederlagen in Folge einstecken müssen und werden das Feld als zurzeit Schlusslicht von hinten aufrollen müssen.

Für die Männer der HSG Friesoythe ist die Ausgangslage wesentlich entspannter, wenngleich Trainer Günter Witte davor warnt, nach 9:9-Punkten und Platz sieben die Aufgaben zu unterschätzen. „Ich bin zufrieden, auch wenn wir ein, zwei Punkte haben liegen lassen“, so Witte, der den 25:22-Auswärtssieg im zweiten Punktspiel bei Absteiger Vorwärts Nordhorn als sehr positive Überraschung bezeichnet. Zwar kurios, aber nachvollziehbar ist die Bilanz der HSG: Nur ein Heimsieg (gegen die TSG Hatten/Sandkrug II), aber schon drei Erfolge in fremder Halle zeugen von den Möglichkeiten dieser Mannschaft, die zunächst zu Hause jeweils mit den Titelanwärtern wie Eicken oder Dinklage harte, zu harte Aufgaben bewältigen musste.

Ziel ist es, sich in dieser Liga zu etablieren, sich an die härtere Gangart zu gewöhnen und vor allem im Abschluss konzentrierter und souveräner zu agieren. „In dieser Liga ist in allen Bereichen Konzentration über die volle Distanz erforderlich. Eine Klasse tiefer konnten wir uns kleinere Pausen eher erlauben – nun nicht mehr“, sagt Witte, der froh ist, dass Jonas Alberding nach seiner Fußverletzung wieder zum Kader gehört und schon beim letzten Spiel (27:22-Sieg bei der HSG Wagenfeld/Wetschen) mit dabei war.

Auch Johannes Paul wird häufiger wieder mitwirken können, was für Sven Kulle in Zukunft auch gelten könnte. Auf Ludolph Matthies jedoch wird er nun sehr oft verzichten müssen, da dieser in Hamburg studiert. Neben einem guten Verlauf der restlichen immerhin noch 15 Spiele – erster Auftritt am Sonntag, 14. Januar, beim TuS Bramsche um 17 Uhr – wünscht sich Witte für die Zukunft eine Verstärkung als Linkshänder, damit Jan Phillip Willmann auf diesem Sektor bei der HSG kein Alleinunterhalter bleiben muss.

Quelle: NWZ Online