Die HSG Friesoythe (hinten, von links): Trainer Günter Witte, Physiotherapeut Anas Almeimi, Jan Kühn, Kevin Laskowski, Hannes Paul, Jonas Alberding, Jan Philipp Willmann, Christoph Deeken (früher Tiedeken) (vorne, von links) Gerrit Binder, Mathis Witte, Nils Fröhlich, Nils Albers, Philip Fründt, Heiner Robbers, Christian Wilhelm Bild: Jürgen Schultjan

Neue Liga mit altbewährtem Kader – was ein wenig despektierlich klingen mag, ist für den Aufsteiger in die Handball-Landesliga, die HSG Friesoythe, überhaupt kein Problem. Denn die Mannschaft von Trainer Günter Witte geht mit großer Vorfreude in das Unternehmen „neue Handball-Liga“ heran und baut auf ihre große mannschaftliche Geschlossenheit und auf Erfahrung.

„Sicher hätten wir uns Verstärkungen gewünscht, vor allem ein Linkshänder täte uns sicher gut. Schließlich können wir da nur Jan Philipp Willmann aufbieten“, sagt Witte, der allerdings in dem nahezu unveränderten Kader – Matthies Ludolph vom MTV Geismar kam gegen Ende der vergangenen Rückrunde zur Mannschaft, Gerrit Binder ist eine Eigengewächs – auch einen Vorteil sieht. Denn das Team ist eingespielt, kennt sich teilweise schon mehrere Jahre, denn 14 Spieler stammen der Jugend, die andere Spieler – Ausnahme Ludolph – gehören auch schon mindestes zwei Jahre zum Kader. So stehen auch die Abgänge mit den Routiniers Jörg Albers und Sven Kulle, der bei der Marine ist und daher wenig trainieren kann, als Spieler der Reserve immer noch für Notfälle bereit. Ferner besitzen die Studenten Daniel Knaus und Johann Harin Zweitspielrechte für die HSG.

In der Vorbereitung legte Witte großen Wert auf die konditionellen Stärken. „In der Landesliga wird ein erheblich höheres Tempo angeschlagen, daran müssen wir uns gewöhnen und gut vorbereitet sein“, sagt Witte, der die erste HVN/BHV-Pokalrunde gerne mitnahm, obwohl mit den Oberligisten TV Cloppenburg und HSG Barnstorf/Diepholz zwei Kracher warteten. „Wir haben uns gut verkauft, sind nicht abgeschossen worden, konnten gegen den dritten Gegner aus der Verbandsliga gewinnen und sind Dritter geworden“, lobte Witte sein Team, das gegen Grüppenbühren/Bookholzberg noch Kraft, Mut und Motivation besaß, diese Partie 18:13 zu gewinnen.

Taktisch gesehen will Witte an der offensiven 3:2:1-Abwehrformation festhalten und auf Gegenstöße und damit leicht erzielbare Tore setzen. Bei Unterzahl, was intensiv geprobt wurde, wird der Torwart gegen einen sechsten Feldspieler getauscht. Das Spiel mit sieben Feldspielern wird der HSG vorerst nicht praktizieren. „Vielleicht einmal im Laufe der Saison, wenn wir uns in der neue Liga gefestigt haben“, sagt Witte. Er geht übrigens davon aus, dass die HG Jever/Schortens wohl freiwillig verzichten wird und erster von drei Regelabsteiger wird, wobei maximal fünf Teams absteigen können.

Abgänge Daniel Knaus (ASV SW Aachen), Johann Harin (TV Wallefeld) – beide Spieler besitzen Zweitspielrecht für die HSG; Jörg Albers (HSG Friesoythe II).

Neuzugang Ludolph Matthies (MTV Geismar), kam Ende der Saison 2016/17; Gerri Binder (HSG Friesoythe, A-Jugend). Der Kader: Tor Philip Fründt, Nils Fröhlich. Feld Jan Phillip Willmann, Mathis Witte, Heiner Robbers, Nils Albers, Jan Kühn, Kevin Laskowski, Gerrit Binder, Christoph Deeken (früher Tiedeken), Ludolph Matthies, Hannes Paul, Joans Alberding, Christian Wilhelm, Heiko Binder, Sven Kulle, Daniel Knaus, Johann Harin. Trainer Günter Witte. Physiotherapeut Anas Almeimi. Saisonziel Klassenerhalt. Meistertipp keine Angaben.

Quelle: NWZ Online