Großer Jubel bei der HSG Friesoythe nach dem zweiten Sieg in der Relegation, der den Aufstieg in die Handball-Landesliga perfekt machte.

Die HSG Friesoythe ist künftig Handball-Landesligist. Die Schützlinge von Trainer Günter Witte gewannen nach dem 24:23 im Hinspiel auch das Relegations-Rückspiel in eigener Halle gegen die SG SV Friedrichsfehn/TuS Petersfehn.

Mit 31:23 (13:12) fiel der Heimsieg sehr hoch aus. Aber dennoch wurde dem Gastgeber, der eine starke Teamleistung bot, wobei Heiner Robbers den beruflich verhinderten Ludolph Matthies glänzend vertrat, vor knapp 300 Zuschauern nichts geschenkt. Der Auftakt gelang optimal: 6:1 führte die HSG nach neun Minuten. „Im Gegensatz zum Hinspiel haben wir neben ausgezeichneter Abwehrarbeit diesmal auch im Angriff erheblich besser abgeschlossen“, sagte Witte, der allerdings plötzlich bangen musste. Philip Fründt, erneut mit einer herausragenden Torwartvorstellung, hatte sich verletzt. Für ihn ging Nils Fröhlich zwischen die Pfosten, spielte gut, doch nach nur acht Minuten schied er wegen einer hartnäckigen Zerrung aus. So übernahm wieder Fründt, der trotz seiner Verletzung ausgezeichnet durchhielt. Dies alles brachte Unruhe ins HSG-Spiel, so dass die Gäste aus dem 6:10-Rückstand (20.) einen 12:12-Ausgleich machen konnten (29.).

Die HSG fing sich, startete wieder ausgezeichnet und machte aus dem knappen 13:12 zur Pause eine 18:13-Führung (37.). Diesen Abstand verteidigte der Gastgeber gut, obwohl es die SG immer wieder mit Einzelaktionen versuchte, zum Erfolg zu kommen. „Da haben wir sehr kompakt gegengehalten“, sagte Witte, der seinem Team die besseren Spielideen bescheinigte. So war der Erfolg über 20:16 (46.), 25:19 (54.) bis zum 31:23 ungefährdet.

Danach wurde mit den Fans gefeiert, auch mit dem Gegner zusammen ein Bierchen getrunken und eine kleine Schuld eingelöst. In der Hektik des Hinspiels hatte die HSG ein Torwart-Trikot und einen Satz Bälle liegengelassen. Ein Kasten Bier als Dank für die „Nachlieferung“ war natürlich fällig und zeigt, dass bei aller sportlichen Rivalität Fairness und Achtung zählen.

An diesem Dienstag trifft sich der HSG vor der Sommerpause zum letzten Training und einer Besprechung. „Thema: „Handball-Landesliga nun mit der HSG“.

HSG: Philip Fründt, Nils Fröhlich - Jan-Phillip Willmann (3), Heiner Robbers (6), Nils Albers (8/1), Jan Kühn, Kevin Laskowski (1), Steffen Witte (3), Jörg Albers, Sven Kulle, Hannes Paul (2), Jonas Alberding (3/1), Christian Wilhelm (5).

Quelle: NWZ Online