HSG Friesoythe gleicht Punktekonto aus

Mathis Witte von der HSG Friesoythe (rechts) – hier gegen den TV Bohmte – erlitt gegen Nordhorn eine Platzwunde über dem Auge, die genäht werden musste. Bild: Olaf Klee

Nach guten Leistungen der beiden Landesliga-Neulinge gab es Sieg und Niederlage. Die Frauen des SV Höltinghausen boten dem Favoriten SG Neuhaus/Uelsen einen harten Kampf.

Handball, Landesliga, Männer: HSG Friesoythe - HSG Nordhorn II 25:21 (12:12). „Hut ab“, sagte nach dem Spiel Trainer Günter Witte, der mit der kämpferischen Leistung seiner Mannschaft sehr zufrieden war. Dabei erwies sich die Wundertüte aus Nordhorn zunächst als extrem konsequent unangenehm. Während die Gastgeber, zu ungeduldig im Abschluss, den Gästekeeper zum Helden werden ließen, zog Nordhorn bis auf 9:3 davon (16.). Pech für Torwart Nils Fröhlich, der stark begann, dann aber wenig Abwehrmöglichkeiten hatte. Eine Auszeit und der Torwartwechsel – Philip Fründt kam – waren das richtige Signal zur Aufholjagd. Allmählich wurde konzentrierter abgeschlossen, der Torwart häufiger verladen, und so bis zur Pause mit dem 12:12 wieder alles auf Anfang gestellt. Danach agierte Friesoythe souverän, die kurze Deckung gegen Nils Albers störte nicht, der bei Unterzahl clever die Position wechselte und von Außen das 20:16 erzielte (52.). Ein Beispiel für eine starke Vorstellung des Neulings, der mit dem verdienten Sieg sein Punktekonto nun auf 14:14 ausgleichen konnte.

HSG: Fröhlich, Fründt - Willmann (5), M. Witte, Robbers (1), Albers (6), Kühn, Laskowski (2), Binder (2), Paul, Alberding (5), Wilhelm (4).

Quelle: NWZ Online

Am Ende einen verdienten Punktgewinn gesichert

Nils Albers kommt hier angeflogen: Der Torjäger der HSG Friesoythe kam beim 24:24 gegen den TV Bohmte zu sieben Torerfolgen. Bild: Olaf Klee

Mit den Unentschieden im Sport ist das so ein Ding: Punkt gewonnen oder Punkt verloren? Diese Frage stellte sich auch in der Handball-Landesligapartie des Neulings und Gastgebers HSG Friesoythe nach dem 24:24 (11:10) gegen den Tabellenvierten TV Bohmte.

„Nehme ich das gesamte Spiel, so haben wir wohl einen Zähler verloren – angesichts der Schlussphase aber haben wir einen Punkt gewonnen“, sagte Trainer Günter Witte – also ein „sowohl als auch“ – eben unentschieden.

Im letzten Spiel der Hinrunde hatten die Gäste zwar den besseren Start, doch nach einem 2:4-Rückstand (11.) glich der Neuling aus Friesoythe schnell zum 4:4 aus (14.), entwickelte sich danach ein Duell auf Augenhöhe, in dem sich die HSG bis zur Pause mehrere Male auf zwei Tore absetzen konnte. Torhüter Philip Fründt war im ersten Abschnitt ein sehr starker Rückhalt der Hausherren.

Nach der Pause schienen die Friesoyther, bei denen Heiner Robbers den etatmäßigen Kreisläufer Jonas Alberding – Christian Wilhelm fehlte verletzungsbedingt – entlastete, ihre Schwächen im Abschluss in den Griff zu bekommen. Nun nutzte die HSG ihre Möglichkeiten besser aus, zog in sechs Minuten von 11:10 auf 14:10 und bis zur 40. Minute auf 17:13 davon.

„Danach haben wir es aber versäumt, vor allem geduldiger zu spielen, um den Vorsprung auszubauen“, sagte Witte, der mit der schwer nachvollziehbaren Regelauslegung der Unparteiischen nicht so ganz einverstanden war. „Uns ist einige Male der Vorteil weggepfiffen worden, während bei Bohmte sogar trotz Schrittfehler gewartet wurde“, sagte Witte. Dennoch hätte sich die HSG mit einer cleveren Chancenverwertung die heiße Schlussphase ersparen können. Denn da ging Bohmte nach 55 Minuten mit 23:22 zum ersten Mal nach der Pause in Führung.

Nun wurde es brenzlig, weil die HSG in Unterzahl spielte, nach Hannes Pauls Treffer zum 23:23 (56.) sich sogar kurz in doppelter Unterzahl wehren musste. Aber die HSG bewies Moral, und nach dem 24:23 durch Jan Phillip Willmann (58.) gelang Bohmte nur noch der Ausgleich (58.). Denn den Gästen wurde der letzte Angriff wegen Zeitspiels abgepfiffen. Die restlichen 15 Sekunden reichten Friesoythe, für das Linksaußen Jan Kühn ein starkes Spiel ablieferte, nicht mehr, um noch das Siegtor erzielen zu können.

HSG: Fründt, Fröhlich - M. Witte, Robbers (3), Albers (7), Kühn (4), Laskowski (2), Binder, Willmann (4), Paul (1), Alberding (3), Wilhelm, Sawizki.

Quelle: NWZ Online

„Eugen United“ stoppt Siegeszug von „Vollkontakt“

So sehen Sieger aus: Die Mannschaft „Eugen United“ gewann das Nichthandballerturnier. Bild: Hans Passmann

FRIESOYTHE Es sollte das Tripple für das Team „Vollkontakt“ bei der 36. Auflage des Nicht-Handballer-Turniers der Handballspielgemeinschaft (HSG) Friesoythe am vergangenen Samstag in der Sporthalle am Großen Kamp in Friesoythe werden. Doch der Traum vom dritten Gewinn des Wanderpokals in Folge zerplatzte im Halbfinale. Hier unterlag die Mannschaft dem Team der Nimmermüden Bierverbraucher (NBV) – allerdings denkbar knapp mit 8:7 Toren.

Den Wanderpokal sicherte sich in diesem Jahr das Team „Eugen United“, die im Endspiel die Truppe von „NBV“ überlegen mit 5:2 Toren schlug. „Eugen United“ war mit im Halbfinale mit 4:3 über „Die Kinderlosen“ ins Finale eingezogen. Die Kinderlosen, die bereits viermal den Pott gewannen, holten sich im kleinen Finale mit 4:3 Toren über „Vollkontakt“ immerhin noch den dritten Platz. Nach dem Schlusspfiff des Finales rissen die Spieler von „Eugen United“ die Hände hoch und lagen sich jubelnd in den Armen. Das kurioseste Tor erzielte mit Henning Baumann ausgerechnet ein Torwart: Es war ein direktes Torwarttor. Auf der Tribüne feierte die große Fangruppe den Sieger lautstark.

Es waren von den Mannschaften hoch emotional geführte Spiele. Die Zuschauer bekamen von den „Nichthandballern“ interessante und spannende Spiele zu sehen. Sicherlich spielte bei mancher Partie auch das Glück eine gewisse Rolle. Man schenkte sich nichts. Es wurde um jeden Ball gekämpft. Teilweise auch mit harten Bandagen. Die Schiedsrichter griffen dann auch schon mal zum „gelben Karton“ oder sprachen Zeitstrafen aus. Die Spiele wurden souverän von den Schiedsrichtern Christopher Tintelot, Michael Machon, Hannes Alberding und Phillipp Block geleitetet.

Es waren von den Mannschaften hoch emotional geführte Spiele. Die Zuschauer bekamen von den „Nichthandballern“ interessante und spannende Spiele zu sehen. Sicherlich spielte bei mancher Partie auch das Glück eine gewisse Rolle. Man schenkte sich nichts. Es wurde um jeden Ball gekämpft. Teilweise auch mit harten Bandagen. Die Schiedsrichter griffen dann auch schon mal zum „gelben Karton“ oder sprachen Zeitstrafen aus. Die Spiele wurden souverän von den Schiedsrichtern Christopher Tintelot, Michael Machon, Hannes Alberding und Phillipp Block geleitetet.

Im Anschluss an das Turnier fand die Siegerehrung mit zünftiger Party im Vereinsheim der HSG statt.

Quelle: NWZ Online

Klassenerhalt als die oberste Priorität

Zwar unterlag die HSG Friesoythe dem TV Dinklage – hier im Angriff mit Mathis Witte (Nr. 3), links Christian Wilhelm –, doch die Zwischenbilanz kann sich sehen lassen.

FRIESOYTHE /HÖLTINGHAUSEN Sie sind beide in die Handball-Landesliga aufgestiegen. Ihr bisheriger Saisonverlauf allerdings gestaltete sich sehr unterschiedlich. Denn während die Männer der HSG Friesoythe dank einer sehr ausgeglichenen Bilanz im Mittelfeld ihrer Liga mit guten Aussichten auf den Klassenerhalt ab der zweiten Januar-Woche in die restliche Spielzeit gehen, haben die Frauen des SV Höltinghausen nach ihrem Auftaktsieg neun Niederlagen in Folge einstecken müssen und werden das Feld als zurzeit Schlusslicht von hinten aufrollen müssen.

Für die Männer der HSG Friesoythe ist die Ausgangslage wesentlich entspannter, wenngleich Trainer Günter Witte davor warnt, nach 9:9-Punkten und Platz sieben die Aufgaben zu unterschätzen. „Ich bin zufrieden, auch wenn wir ein, zwei Punkte haben liegen lassen“, so Witte, der den 25:22-Auswärtssieg im zweiten Punktspiel bei Absteiger Vorwärts Nordhorn als sehr positive Überraschung bezeichnet. Zwar kurios, aber nachvollziehbar ist die Bilanz der HSG: Nur ein Heimsieg (gegen die TSG Hatten/Sandkrug II), aber schon drei Erfolge in fremder Halle zeugen von den Möglichkeiten dieser Mannschaft, die zunächst zu Hause jeweils mit den Titelanwärtern wie Eicken oder Dinklage harte, zu harte Aufgaben bewältigen musste.

Ziel ist es, sich in dieser Liga zu etablieren, sich an die härtere Gangart zu gewöhnen und vor allem im Abschluss konzentrierter und souveräner zu agieren. „In dieser Liga ist in allen Bereichen Konzentration über die volle Distanz erforderlich. Eine Klasse tiefer konnten wir uns kleinere Pausen eher erlauben – nun nicht mehr“, sagt Witte, der froh ist, dass Jonas Alberding nach seiner Fußverletzung wieder zum Kader gehört und schon beim letzten Spiel (27:22-Sieg bei der HSG Wagenfeld/Wetschen) mit dabei war.

Auch Johannes Paul wird häufiger wieder mitwirken können, was für Sven Kulle in Zukunft auch gelten könnte. Auf Ludolph Matthies jedoch wird er nun sehr oft verzichten müssen, da dieser in Hamburg studiert. Neben einem guten Verlauf der restlichen immerhin noch 15 Spiele – erster Auftritt am Sonntag, 14. Januar, beim TuS Bramsche um 17 Uhr – wünscht sich Witte für die Zukunft eine Verstärkung als Linkshänder, damit Jan Phillip Willmann auf diesem Sektor bei der HSG kein Alleinunterhalter bleiben muss.

Quelle: NWZ Online

Friesoythe verkauft sich gut beim neuen Spitzenreiter

Handball, Landesliga Männer: HSG Osnabrück - HSG Friesoythe 31:28 (17:16). Gegen die körperlich sehr robusten Gastgeber, die nunmehr Spitzenreiter sind, behauptete sich der Neuling sehr gut, muss aber weiter an seinen Schwächen arbeiten, die vor allem Chancenverwertung heißt. „Daher bin ich froh, dass wir bis zum 1. Dezember Pause haben“, sagte Trainer Günter Witte.

Dann könnten Jan-Phillip Willmann und Heiner Robbers, die mit Schulterproblemen gehandicapt ins Spiel gingen, wieder hundertprozentig fit sein, was auch für Jonas Alberding, der das Training wieder aufnimmt, und für Hannes Paul, der auch bald wieder zur Mannschaft stoßen wird, gelten soll.

So fehlen eben doch die Alternativen und manchmal auch die Kraft, um in der Schlussphase richtig gegenzuhalten. Dies gelang Friesoythe diesmal bis weit in die zweite Hälfte. Knackpunkt war nach 54 Minuten, als zwei klare Chancen zum 26:27 verschossen wurden. „Ohnehin war der Osnabrücker Torwart bester Mann auf dem Platz. Aber in dieser Situation müssen wir eben treffen, um das Spiel drehen zu können“, sagte Witte. Er monierte allerdings auch, dass dem Gastgeber bei seinen Toren manchmal doch der eine Schritt zuviel gegönnt wurde. „Wir werden die Pause nutzen, um an unserer Chancenverwertung zu arbeiten. Ich hoffe, dass wir eine gute Abwehrleistung wie in der zweiten Halbzeit gegen Osnabrück dann auch über die gesamte Spielzeit hinbekommen“, so Witte, der bei seiner Planung noch abwarten muss, wann die Heimpartie gegen die TSG Hatten/Sandkrug II nachgeholt wird.

HSG: Fründt, Fröhlich - Willmann (1), M. Witte (4/2), Robbers (3), Albers (9/2), Kühn, Laskowski (1), Binder (1), Matthies (3), Wilhelm (4), St. Witte (2).

Quelle: NWZ Online